Trauer um einen Förderer der Gemeinschaft

1. September 2018

Badische Neueste Nachrichten | Bruchsaler Rundschau | BRUCHSAL | 01.09.2018

Trauer um einen Förderer der Gemeinschaft
Der überraschende Tod von Alt-Bürgermeister Werner Stark bekümmert Verantwortliche in Politik und Sport

Er war eine „herausragende Persönlichkeit“, heißt es im Rathaus. Vertreter der Sportvereine, vor allem der Fußballclubs, sprechen von einem „Vertrauensmann für unsere Sache“. Viele Bruchsaler trauern um Werner Stark, der nach einem schweren Sturz am Mittwoch überraschend im Alter von 78 Jahren gestorben ist. Der gebürtige Karlsruher war von 1986 bis 2002 Erster Beigeordneter und Bürgermeister der Stadt Bruchsal. Seit 1965 hatte er sich im Gemeinderat engagiert. 1971 übernahm Werner Stark Verantwortung als CDU-Fraktionsvorsitzender und von 1980 bis 1986 als ehrenamtlicher Stellvertreter von Oberbürgermeister Adolf Bieringer. Fast vier Jahrzehnte erhob er darüber hinaus bis 2009 als Kreisrat sowohl im ehemaligen Landkreis Bruchsal als auch nach der Gebietsreform im Landkreis Karlsruhe seine Stimme. „Werner Stark hat Politik sehr glaubhaft vorgelebt“, sagt Frank Eckert, der als Sport- und Sozialamtsleiter viele Jahre lang eng mit Werner Stark zusammengearbeitet hat. Als Bürgermeister wirkte der gelernte Bankkaufmann verantwortlich in den Bereichen Bildung, Ordnung, Soziales und Sport und gestaltete gemeinsam mit anderen Interessensvertretern das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt. „Er hat das Gefühl eines intakten Gemeinwesens vermittelt“, betont Eckert. Folgerichtig war der frühere Schiedsrichter einer der wesentlichen Wegbereiter der Fusion des TSV 08 und VfB im Jahr 1991 zum 1. FC Bruchsal, wie Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick bei der Aufstiegsfeier zur Oberliga 2013 betonte. Bis zu seinem Tod repräsentierte der sportbegeisterte Pensionär als Ehrenvorsitzender den Club. „Sein Leben war der Fußball“, sagt Michael Grub, FC-Vorsitzender für Sport und Marketing. Der Christdemokrat hat sich auch als Förderer anderer Vereine wie beispielsweise der GroKaGe einen Namen gemacht. Honoriert wurde dieses ehrenamtliche Engagement unter anderem mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Zudem dokumentiert die Goldene Ehrenmedaille der Stadt die Achtung der Bürger und der Gemeinderatsmitglieder gegenüber dem ehemaligen OB-Stellvertreter. „Werner Stark war bei der CDU Bruchsal und darüber hinaus die verlässliche Größe. Dies bezog sich auf Veranstaltungen, bei denen er selbst vorbildlich dort half, wo es gerade vonnöten war. Dies betraf seine Tätigkeit in Stadt-, Kreisrat sowie in den parteipolitischen Gremien ebenso sein Einsatz bei Wahlkämpfen und bei der täglichen Arbeit für die Junge Union und die CDU“, erklärt dessen Wegbegleiter und Gemeinderat Werner Schnatterbeck: „Als Bürgermeister war er im Rathaus und außerhalb ein geachteter und präsenter zweiter Mann. Er war ein Vorbild als unermüdlicher Arbeiter für das Gemeinwesen und das Gemeinwohl.“ Bei seinem Abschied aus dem Amt des Bürgermeisters hatte Werner Stark nicht ohne Stolz unter anderem darauf verwiesen, dass es in Bruchsal für jeden Dreijährigen einen Platz im Kindergarten gebe und die Feuerwehr „einwandfrei ausgerüstet“ sei. „Sie sind immer mittendrin gewesen – in Bruchsal, in der Politik, im Ehrenamt, bei den Menschen. Damit sind Sie der ideale Heimattage-Botschafter“, hatte OB Petzold-Schick im Februar 2015 beim 75. Geburtstag von Werner Stark und vor der Veranstaltungsreihe in der Stadt betont. Die Trauerfeier für Alt-Bürgermeister Werner Stark findet am Freitag, 7. September, ab 12.30 Uhr in der Peterskirche statt. Heinz Forler

154900820!1BOTSCHAFTER BRUCHSALS: So hat OB Petzold-Schick Alt-Bürgermeister Werner Stark einst bezeichnet. Foto: BNN-Archiv

 

 

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