Das Winterinterview mit André Walica

18. Januar 2020

Das Winterinterview mit André Walica

In unserem vierten und letzten Teil vor dem Trainingsstart, sprach ich
im Winterinterview mit unserem André Walica.

JoM: Hallo André, auch dir erstmal ein Dankeschön für deine
Bereitschaft zu diesem kleinen Interview.
Du bist für alle die es nicht wissen im Sommer vom FC07 Heidelsheim zu uns gestoßen.
Für ein Spiel hat es noch nicht gereicht, da du wegen einem
Kreuzbandriss eine lange Leidenszeit zu beklagen hattest.
Deshalb gleich die wichtigste Frage an dich, wie geht es dir
gesundheitlich und wie geht es bei dir weiter?

André Walica: Hallo erstmal und vielen Dank für die Nachfrage. Leider
bin ich noch nicht da wo ich gerne wäre. Es gibt noch ein paar
Komplikationen, welche mein Comeback auf den Fußballplatz etwas verzögern. Ich arbeite hart daran, um diese Saison wieder bei 100% zu sein und schmerzfrei spielen zu können. Das bleibt das Ziel, denn
nur so kann ich der Mannschaft wirklich helfen und dann hoffe ich auch, bald in einem Pflichtspiel das Trikot anziehen zu dürfen.

JoM: Man hat dich bei fast jedem Spiel an der Außenlinie gesehen,
wie nah bist du der Mannschaft und wie schwer ist es dir gefallen bei den Spielen nur Zuschauer zu sein?

André Walica: Ich muss ehrlich sagen, dass ich der Mannschaft relativ
nahe bin. Die Bindung zu den einzelnen Spielern und dem
Trainerteam ist absolut vorhanden und gut. Natürlich geht da noch mehr und die letzten Prozente fehlen, aber das ist eben
unumgänglich, wenn man nicht sehr oft im Training und nicht mit den Kollegen auf dem Platz oder in der Kabine ist und Gespräche führen kann. Sobald ich wieder Fit bin wird das aber kein Thema mehr sein.
Als Fußballer zuschauen zu müssen ist nie angenehm, ich möchte unbedingt wieder zurück auf den Platz. Die Jungs rennen und spielen zu sehen und man selbst kann es nicht, ist nie schön. Umso schöner, dass es momentan gut läuft. So lässt es sich ein wenig besser ertragen.

JoM: Mit deinen 28 Jahren bist du schon viel rumgekommen,
unteranderem hast du schon beim KSC II und beim SV Oberachern Oberligaluft geschnuppert, wie stark schätzt du die Verbandsliga ein?

André Walica: Ja die Zeit vergeht sehr schnell und den Großteil meiner Laufbahn als Fußballer habe ich in der Oberliga verbracht. Die
Verbandsliga ist dieses Jahr sehr ausgeglichen, jeder kann jeden schlagen, dennoch sieht man, dass sich 5-6 Mannschaften in der Hinrunde etwas konstanter präsentiert haben. Genau das ist der
Schlüssel zum Erfolg, denn wenn man mal eine Durststrecke von 5..6 Spielen hat, kann man sich ganz schnell von den Aufstiegsplätzen verabschieden oder sich schnell im Abstiegskampf wiederfinden, je nach Tabellenstand.

JoM: Was waren die Gründe für einen Wechsel zum 1.FC Bruchsal und wie gefällt es dir hier bis jetzt?
André Walica: Ich wollte eine neue sportliche Herausforderung suchen. Des Weiteren kannte ich schon viele Spieler und unseren Trainer, was ebenfalls ein wichtiger Punkt war. Der 1.FC Bruchsal spielt seit Jahren ein gute Rolle in der Verbandsliga und ich wollte meinen Teil für eine erfolgreiche Runde beitragen. Leider kam dann
die Verletzung dazwischen. Ansonsten gefällt es mir hier sehr gut und ich fühle mich gut aufgehoben.

JoM: Wie hast du die Hinrunde des 1.FCB gesehen und was hat dich in der Liga am meisten überrascht?

André Walica: Wir spielen eine sehr gute Hinrunde. Insgesamt gibt es sehr wenig zu kritisieren. Natürlich gibt es mal ein Spiel oder Phasen, in denen es nicht perfekt läuft. Dennoch haben wir in den kurzen Phasen unsere Punkte geholt und insgesamt eine wirklich starke erste Saisonhalbzeit gespielt. So kann es gerne weitergehen.
Wirklich überrascht hat mich nichts besonders. Es gibt die eine oder andere Mannschaft, von der ich persönlich mehr Punkte erwartet hätte. Die Saison ist aber noch nicht zu Ende und es gibt noch viele Punkte zu holen.
Vielleicht sind wir auch eine kleine positive Überraschung. Ich denke, wenn uns jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir zu diesem Zeitpunkt 41 Punkte haben, hätte dies jeder unterschrieben. Jetzt gilt es weiter hart zu arbeiten und dann schauen wir mal wo wir am Ende stehen werden. Vorerst denken wir aber nur von Spieltag zu Spieltag.

JoM: Was traust du dir und der Mannschaft in dieser Runde noch zu, was erscheint dir als realistisch?

André Walica: Wie oben schon kurz angedeutet, denken wir
momentan nur an das nächste Spiel. Jetzt kommen die
entscheidenden Wochen und da kann man ganz schnell Punkte liegen lassen. Wir müssen die Euphorie der Hinrunde mitnehmen und weiter konstant guten Fußball spielen. Hinzu kommt ein wenig Glück und keine verletzten Spieler. Unser Ziel war die Top 6 und daran hat sich nichts geändert. Wenn wir am 30. Spieltag immer noch unter den
ersten 3 stehen, können wir nochmal über neue Ziele reden. Bis dahin heißt es weiter gut trainieren und Punkte holen.

JoM: Hat ein André Walica sich selbst ein Ziel gesteckt, dass er im Sport noch unbedingt erreichen möchte?

André Walica: Momentan heißt mein Ziel einfach nur gesund
werden. Sobald ich schmerzfrei bin werde ich wieder meine Leistung zeigen können, davon bin ich überzeugt. Ansonsten verletzungsfrei bleiben und der Rest wird sich ergeben.

JoM: In zwei Wochen ist Trainingsauftakt im Sportzentrum und nicht mehr lange dann geht der Spielbetrieb wieder los. Warum sollten sich die Bruchsaler Zuschauer die Rückrunde nicht entgehen lassen und ins Sportzentrum pilgern?

André Walica: Ich hoffe sehr, dass uns in der Rückrunde die Zuschauer weiterhin anfeuern und vielleicht der eine oder andere, der in der Hinrunde noch nicht auf dem Sportplatz war, uns besucht und unterstützt.
Der Sport lebt von den Zuschauern und wir Spieler können vielleicht, dass ein oder andere Prozent Motivation daraus ziehen.
Wir freuen uns über jeden einzelnen von Euch! Je mehr desto besser.

JoM: Und zum Abschluss noch was persönliches André, welche Träume und Wünsche hat der Mensch Walica noch für die Zukunft?

André Walica: Das wichtigste ist Gesundheit und Familie. Der Rest kommt von ganz alleine. Bestimmte Wünsche habe ich momentan nicht.

JoM: André herzlichen Dank für das Interview und weiter alles Gute und noch viele schöne Momente mit und beim 1.FC Bruchsal.

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